In jeder Ausgabe wird es eine Geschichte geben, die von einem geschrieben wird. Also falls ihr auch lust habt den anderen eure Geschichte zu zeigen, schickt sie einem der Admins. 
Flugsprung - Die neuen Jungen
Die eisige kälte schlug Flugsprung ins Gesicht, als er seiner Mentorin eilig folgte. Der Morgen graute und ein weiterer verschneiter Tag stand ihnen bevor. Sie rannten über die weiße Fläche auf die Kinderstube zu. Er hörte Lilienduft, wie sie die Jungen beruigend leckte und Flockenpelz, die Dufttatze aufmunternd zu murmelte. Er trat gerade hinein, als sich Dufttatze erneut krümmte vor schmerz. Seine Mentorin winkte ihn zu sich und er gesellte sich zu ihr. "Du kaust schon mal die Borretchblätter. Die wird Dufttatze bald brauchen." Sie drehte sich zu Flockenpelz um und flüsterte etwas, was Flugsprung nicht verstand. Beim kauen der Kräuter fiel sein Blick auf die zitternden Jungen die, trotz der Bemühungen von Lilienduft sie abzulenken, ängstliche Blicke auf Dufttatze warfen. Er spuckte den Blätterbrei aus ein ging zu ihnen. Nun starrten die Jungen auf ihn und Lilienduft drehte sich um. "Kannst du ihnen nicht etwas geben?", fragte sie ihn leise. Sie legte ihren Schwanz um die Jungen und zog sie näher an sich. "Sie stehen total unter Schock." Kopfschüttelnd setzte er sich vor sie, immer auf den Atem der baldigen Mutter horchend. Dann fiel ihm ein, wie er die Junge ablenken konnte und führte sie mit Lilienduft zu den übrigen Borretch. "Ihr könnt mir helfen diese Blätter klein zu kauen, damit Dufttatze nachher genug Milch für ihre Junge hat." Aufmunternd schob er jedem Junge ein kleines Häufchen zu. "Kaut so lange darauf rum, bis es ein schleimiger Brei geworden ist und spuckt es dann aus. Aber passt auf, dass ihr die Blätter nicht runterschluckt!", wies er sie an. Ganz fixiert aufs Blätterkauen, vergaßen die Jungen bald die ganze Aufregung und hörten auch auf zu zittern. Doch nach kurzer Zeit, bemerkte Flugsprung, das der Atem von Dufttatze immer schneller ging und sie sich häufiger krümmte. Unsicher ging er zu seiner Mentorin, die immernoch neben Dufttatze hockte. "Soll ich Huflattisch holen?", fragte er sie. Doch sie schüttelte stumm den Kopf. "Dufttatze muss sich jetzt auf ihre Junge konzentrieren.." Ein schmerz Schrei unterbrach sie und Flugsprung sah, wie sich Dufttatze abermals krümmte vor schmerz. Es war schmerzhaft für ihn eine Katze so leiden sehen zu müssen und am liebsten währe er aus dem Bau geflohen. Doch dann fielen ihm die Junge ein und ein Seitenblick sagte ihm, dass sie weiterhin angestrengt auf den Blättern rumkauten. Dann hörte er Flockenpelz erfreut schnurren. "Du hast es fast geschafft, Dufttatze." Und seine Mentorin zog ihn zu sich. Dann ohne zu wissen wie ihm geschah, reichte sie ihm ein nasses Fellbündel und wies ihn an es zu lecken. Kurz darauf schmiegden sich drei Junge an Dufttatze und traten gegen ihren Bauch um Milch zu bekommen. Schnell holte Flugsprung die Junge mit den zerkauten Borretsch-Blättern und reichte seiner Mentorin den Brei. "Dank euch hat Dufttatze nun genug Milch für ihre drei Jungen.", lobte er die nun stralenden Jungen. "Was? Drei Junge?", hörte er den schrei von Grasstrich den Vater der neu geborenen Jungen. Er stürmte in die überfüllte Kinderstube und setzte sich stolz neben seine Gefährtin. "Und", flüsterte er "wie willst du sie nennen?" Müde hob Dufttatze den Kopf und sagte: "Binsenjunges, Mohnjunges und Salbeijunges."
(von Schlammstern)